Retrosspektive der Chorleiter


Chorleiter-Collage der Sängervereinigung
Germania Alten-Buseck 1864 e.V.

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Auf der Collage konnten lediglich die verfügbaren Chorleiter-Fotos einbezogen
werden. Der Mann mit der Fliege ist übligens der frühere Vorsitzende Bierau.

Gabriela Tasnadi: Chorleiterin seit 2012

Bild von Chorleiterin Gabriela Tasnadi Die Chorleiterin Gabriela Tasnadi ist Mezzosopranistin und Gesangspädagogin und seit Chorleiterin der Sängervereinigung Germania Alten Buseck 1864 e.V. und des Kinder- u. Jugendchor "Germinis".

Biografie Die aus Rumänien stammende Mezzosopranistin Gabriela Tasnadi erhielt ihre sängerische und darstellerische Ausbildung in Klausenburg bei Prof. Vasile Boldor und an der HfM Dresden bei Helga Köhler-Wellner. In Budapest arbeitete sie mit Julia Hamari und in Milano mit Manfredo Argenti und Romano Gandolfi. Sie ist als Finalistin ausgezeichnet: 1990 beim "Hartauer Wettbewerb" in Wien und 1999 beim Verdi Wettbewerb in Busseto. Mit 4 Jahren erster Klavierunterricht. Mit 6 Jahren sang sie in einer Fernsehsendung, mit 17 debütierte sie an der Rumänischen Staatsoper Klausenburg als Bastien in Mozart’s "Bastien und Bastienne". Bereits mit 19 Jahren trat sie ihr erstes Engagement am Opernhaus Görlitz an.

Es folgten: Rumänische Staatsoper Klausenburg, Staatsoper Dresden, Komische Oper Berlin, Oper Dessau, Regensburg und Frankfurt a. Main. Ihr Repertoire umfasst u. a.: Hänsel in Humperdincks Hänsel und Gretel, Nancy in Brittens Albert Herring, Orlofsky in Strauß Fledermaus, Lady Pamela in Auber’s Fra Diavolo, Cherubino in Figaro’s Hochzeit, sowie Dorabella in Cosi fan tutte von Mozart, Eboli in Don Carlos und Azucena in Il Trovatore von G. Verdi, Carmen in Bizets Oper, Santuzza in Cavalleria Rusticana von Mascagni, oder Werke wie: Verdi’s "Messa da Requiem", "Stabat mater" v. G.B. Pergolesi und A. Dvorak.

Seit 1992 widmet sie sich mit beachtlichem Erfolg auch der Förderung begabter Sänger und Sängerinnen. Mit Inszenierungen wie Mozarts "Bastien und Bastienne", Zuckowski’s "Der kleine Tag", Königs "Motz und Arti", Strauß "Die Fledermaus" oder Lehár’s "Lustige Witwe" erweitert sie das umfangreiche Gebiet des Unterrichts um außergewöhnliche, wertvolle Aufgaben.

Timeline


Andreas Czerney : Chorleiter von 2008 bis 2012

Andreas Czerney ist Konzert- und Opernsänger, Gesangslehrer, Chordirigent. Unter seiner Leitung wurden die Messen "Missa Brevis" von Wolfgang Amadeus Mozart und "Missa Lumen" von Lorenz Maierhofen einstudiert und erfolgreich aufgeführt. Auch hinterließ das Konzert "Mit 80 Stimmen um die Welt" eindrucksvolle Erinnerungen. 2009 Konzert "Sounds of Ale Bousich" zusammen mit dem Chor Chorona und den Geminis.

Der folgende Text basiert auf seinem Homepage-Text in www.czerney.de ( vom 25.3.2014 ):

Mein bisheriges musikalisches Leben verlief ausgesprochen vielfältig und ereignissreich. Bereits mit 8 Jahren hatte ich die Möglichkeit, im Kreis meiner Verwandten meine ersten, wenn auch kleinen, Konzerte zu geben. Die Förderung meiner Familie war enorm, eine Sopranblockflöte und Melodikaunterricht am Anfang, später eine Konzertgitarre, und natürlich Singen.

Im Alter von 13 Jahren begann ich, Unterricht auf der Kircheorgel zu nehmen und legte an meinem 16. Geburtstag die Eignungsprüfung für Organisten ab. Auch in der Schule wurde ich musikalisch stark gefördert. Als Mitglied des Orffschen Instumentalkreises kam ich in Kontakt mit allerlei Schlaginstrumenten und wurde durch den Musiklehrer bereits in die Sinfonik eingeweiht. Im Rahmen der Schulkonzerte durfte ich dann auch erstmalig als Organist konzertant auftreten, was für mich damals eine unglaubliche Ehre bedeutete.

Später in den drei Jahren vor dem Abitur hatte ich die Möglichkeit, an meiner Schule ein Fagott zu leihen. Das mehr zufällige Kennenlernen vor Brigitte Schön, der damaligen Leiterin des Universitätsorchesters, führte dazu, dass ich mehr als 10 Jahre lang Mitglied dieses Orchesters war und unter ihrer Leitung etliche hochinteressante Werke einstudieren durfte. Mit 21 Jahren wurde ich als Kirchenmusiker in die Andreasgemeinde, Giessen gerufen und hatte dort die Möglichkeit, neben dem wöchentlichen Organistendienst ein Chor zu gründen, den ich ebenfalls mehr als 10 Jahre lang unter meiner Leitung hatte. Meine Mitgliedschaft in der Sängervereinigung Wieseck, die auch von dem Leiter des Orffschen Instrumentalkreise geleitet wurde, führte mich näher an den Gesang heran. Auch die Anfänge meiner Dirigententätigkeit fallen in diese Zeit.

Nachdem ich von einer Sangesschwester mitgenommen wurde, um den Extrachor des Stadttheaters Giessen zu unterstützen, war auch die Brücke zur Bühne geschlagen. Eine mißglückte Aufnahmeprüfung für das Hauptfach Fagott bei Helman Jung und dessen Rat, Sänger zu werden, führte mich zu meinem ersten Gesangslehrer - Bojidar Lazarov. Durch die Vorbereitung auf den Wettbewerb "Jugend musiziert" kam ich in Kontakt mit Martin Gärtner, der wiederrum den Kontakt zu Carlos Krause, meinem "Bühnenvater" herstellte.

Carlos vertraute mir als Anfänger die Rolle des Leporello in Mozarts "Don Giovanni" an und engagierte mich weiter für drei Partien der Bad Orber Opernakademie, darunter Graf Almaviva in "Figaros Hochzeit".

Eigentlich hatte ich niemals vor gehabt, Sänger zu werden. Der sichere Job bei der Stadtverwaltung Giessen, das selbständige Arbeiten dort waren für mich wunderbar, aber die Bühne läßt die Sänger und Schauspieler genauso wenig wieder los, wie das Meer die Seefahrer.

Also ging ich schließlich nach Frankfurt an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst um Gesang zu studieren. Ausgezeichnete Musiker wie Eugen Wangler, Rainer Hofmann, Michael Schneider oder Rolf Reinhard begleiteten mich auf meinem Weg und gaben viele nützliche Impulse. Mein erstes Gastengagement in Schwerin bestätigte meinen Entschluß, Sänger zu werden, und so kam ich in der ganzen Welt herum - New York, Houston, San Francisco, Sydney, London, Manchester waren Städte, in die ich reisen durfte, um der schönsten Sache der Welt nachzugehen.


Karl Theo Sames : Chorleitung von 1999 bis 2008

Bild von Karl Theo Sames Der Musikpädagoge Karl Theo Sames leitete den Chor von 1999 bis zu seiner schweren Erkrankung in 2008 mit viel Hingabe. Karl Theo Sames wurde am 14.3.1950 geboren und ist am 10.3.2010 gestorben.

Beispiele zu Aktivitäten, die an Karl Theo Sames erinnern:
2002 Konzertreise nach Wien und Burgenland, Votivkirche Wien
2004 Konzertgala mit Gala-Stargast Johannes Kalpers ( "Musik ist meine Welt") und 50 Jahre Frauenchor
2006 Mozart-Konzert "Am Schlosspark" in Buseck
2009 Ausrichtung des 31. Busecker Liederabends in der Harbig Halle

Nicht zuletzt gehört zu den Aktivitäten von Karl Theo die Operettengala in 2000, bei der mit dem gemischten Chor der Germania namhafte Solisten von Welttheatern und großen Opernhäüsern auftraten.


Peter Rath : Chorleitung von 1988 bis 1999

Bild von Chorleiter Peter Rath Biografie
Peter Rath kam im Jahr 1988 als Student (Jura/Musikwissenschaft) zur Germania. Er war damals bereits Leiter der Chöre "Germania Edingen" und "GV Krofdorf" und "Eintracht Klein Linden" (Männer- und Frauenchor) und das "Jugendblasorchester TSV Marburg".
Bald nach Beginn seiner Tätigkeit hier nahm er auch seinen Wohnsitz wieder in Alten Buseck. Nach Ende der Tätigkeit in Klein Linden und Krofdorf übernahm er den "Männerchor Marburg" sowie den "kleinen Chor" und den Männerchor der "Cäcilia Lich". Viele gemeinsame Konzerte z.T. mit allen fünf Chören gehörten in den folgenden Jahren zum Programm der Germania Alten Buseck.

Mit Cäcilie, geb. Bachmann fand Peter Rath seine Ehefrau in der Germania und beide sind dem Chor auch heute (2014), lange Jahre nach dem berufsbedingten Wechsel nach Berlin, in Freundschaft verbunden.

Peter Rath erweiterte das Chor-Repertoire der Sängervereinigung Germania Alten-Buseck 1864 e.V. in vielschichtiger Weise und iniziierte zahlreiche Konzertreisen und internationale Auftritte, wie z.B.

Horst Nicolai: Chorleitung ab 1972 bis 1988

Bild von Chorleiter Horst Nicolai 1978 Den Dirigentenstab erhielt Horst Nicolai von seinem Vorgänger Ludwig Schreiner, der diesen aus gesundheitlichen Gründen weiter reichen mußte. Die Liebe zur Musik wurde Horst Nicolai in die Wiege gelegt. Unter der Leitung von Horst Nicolai wurde zum 110-Jährigen eine Schallplatte mit dem gemischten Chor aufgenommen. Ebenfalls aus Anlass des 110-jährigen Bestehens wurde im Rahmen der Kirmes ein bunten Abend mit Künstlern "aus Funk und Fernsehen" organisiert. 2008 wurde Horst Nicolai für seine 50-jährige Arbeit im Chorwesen mit der Ehrennadel des Deutschen Chorverbandes ausgezeichnet.


Ludwig Schreiner: Chorleitung ab 1947 bis 1972

Bild von Chorleiter Ludwig Schreiner 1974 Nach dem Krieg engagierte sich Ludwig Schreiner erneut für das Erstarken des Chorgesanges in Alten-Buseck. Bekanntlich begleitet Musik Menschen in guten und schwierigen Zeiten. Aus gesundheitlichen Gründen übergab Ludwig Schreiner nach 25 Jahren im Jahr 1972 den Dirigentenstab an Horst Nicolai.


Chor- und Vereinsleitung ab 1864 bis 1947

Es gilt als wahrscheinlich, dass 1864 der Lehrer Christian Roth als erster Chorleiter der späteren Sängervereinigung Germania Alten-Buseck 1864 e.V. wirkte. Genaue Unterlagen liegen nicht vor. Nach ihm dirigierte Theodor Kimmel aus Lollar.

Beim 25. Jubiläum war Wilhelm Schäfer Festpräsidet und Theodor Kimmel auf einer Konzerttournee in Amerika und dirigiert hat Leher Heck ( Wieseck ).

Dann übernahm Hustus Seuling den Dirigentenstab. Unter siner Leitung fand im Jahre 1899 im Garten des Vereinslokalesdas 35. Stiftungsfest statt.

Ab 1900 wurde Philipp Hof Vorsitzender, der auf den Wiesen am Eselsbauch das 40. Stiftungfest organisierte. Das von den Frauen herstellte Banner verschwand 1933.

Danach wurde Heinrich Nicolai ( Großen-Buseck ) der Dirigent der Germania Alten-Buseck. 1906 übernahm Wilhelm Döpp den Vorsitz. 1908 übernahm Wilhelm Muhl den Vorsitz. Das 45. Stiftungsfest fand auf den Wiesen am Eselsbauch statt.

1913 wurde Ludwig Körber I. zum Vorsitzenden gewählt. Während der Vorbereitungen zum 50. Stiftungsfest, das auf den Wiesen am Pfarrhaus stattfinden sollte, trübte sich die politische Wetterlage. Viele Vereinsmitglieder wurden zum Kriesdienst eingezogen.

Am 20.4.1919 nahm der Verein seine Tätigkeit auf und wählte Heinrich Müller zum Vorsitzenden. Dirigent wurde Heinrich Mayer ( Wieseck ). 1924 wude in bescheidenen Umständen das 60 Stiftungsfest gefeiert. Das 65 Stiftungsfest gefeiert. 1929 wude in bescheidenen Umständen gefeiert. Vorsitzender war Wilhelm Weimar.<

In der Folgezeit übernahmen Otto Bierau, Karl Hofmann, Philipp Spuck, Christoph Nicolai die Vereinsführung.

Aus ungeklärten Gründen wurde der Verein 1933 verboten und das Vermögen incl. des Notenmaterials eingezogen.

Während des 2. Weltkrieges gab es kaum ein prosperierendes Vereinsleben. Am 2.12.1945 wurde Otto Bierau zm Vorsitzenden und Christian Maschek zu seinem Stellvertreter gewählt. 1947 wurde Ludwig Schreiner ( aus Alten Buseck ) Dirigent. Der Frauenchor der Germania Alten-Buseck konstituiert sich 1953.